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Abi Streich

Mein Abi Streich 2007

 
Es ist Donnerstag, 20 Uhr abends und ich stehe vor dem Büro meines Direktors. Was ich hier mache? Abi-Streich vorbereiten. Die ganze Schule ist von uns besetzt, der Abitur-Jahrgang 2006/2007 bereitet den Freitag vor, den niemand so schnell vergessen soll. Und wir haben einiges zu tun. Madeleine, Shila, Laurent, Katerina, Sarah Orth und Ich haben das Büro des Direktors als Aufgabe, außerdem die Räume schmücken. Mit Luftballons und Sprüchen an der Tafel. Wir fangen um fünf an, sind um acht immer noch nicht fertig. Aber das meiste ist geschafft.
 
Nachts kann ich nicht schlafen, bin lange wach und da ich nicht mehr einschlafen kann, gucke ich Findet Nemo. Das muss jetzt sein. Ein bisschen Spaß.
 
Der nächste Morgen
 
Irgendwo klingelt ein Wecker. Ich schiebe meinen Arm aus dem Bett, taste nach dem Ungetüm und schlage einfach mal drauf. Ruhe. Aber nur für wenige Minuten. Dann klingelt mein Handy. Gewisse Personen wollen wissen wann ich komme. Ich wage einen Blick auf die Uhr. Es ist viertel nach sechs. Morgens. Ich murmele irgendetwas von halb acht und lege auf. Erwartet bloß nicht zu viel von mir.
 
Der Morgen meines Abi-Streichs beginnt dementsprechend verschlafen. Doch einmal aus der Dusche raus, kann ich wieder klar denken. Was brauche ich noch alles? Sonnenschirm, Eimer, Schwamm und Kamera. Akku ist geladen. Nach einem sehr kurzen Frühstück, finde ich mich auch schon im Auto wieder. Auf der Fahrt nach Frankfurt gehe ich noch mal alles durch. Madeleine bringt die Liegestühle. Das Planschbecken hab ich dabei.
 
Für alle die jetzt etwas komisch gucken beim Lesen, unser Abi-Streich hatte das Thema „Beach Party“. Denn unser Motto war „No BACardi – no Party!“, da das internationale Abitur Baccalaureat heißt, und was liegt da näher als eine Strandparty?
 
Als ich ankomme, ist die Schule leer und verlassen. Warum sollte um halb acht morgens auch schon jemand da sein? Plötzlich läuft mir Madeleine über den Weg, wir gehen noch einmal das Büro unseres Direktors inspizieren, alles in Ordnung. Nach und nach kommen die anderen aus meiner Stufe, wir gehen noch mal alles durch. Dann kommen die Lehrer. Im Lehrerzimmer finden sie alles in Zeitung gewickelt vor, die Stühle, Tische, einfach alles. Auf dem Konferenztisch türmt sich ein Berg aus in Zeitungen gewickelten Stühlen, Bierflaschen stehen herum. Typische Arbeitsatmosphäre eben! Der Direktor kommt rein, begrüßt uns und reißt erstmal Teile unserer Deko ab (aus Versehen, aber trotzdem...). Er verabschiedet sich mit den Worten: „Macht das mal wieder dran.“ Aber unsere Laune lassen wir uns nicht vermiesen, im Gegenteil. Die halbe Stufe folgt Herr Zijlstra zu seinem Büro. Gespannt, was er sagen wird. Er sagt erstmal gar nichts. Dann sagt er doch etwas: „Sehr schön“ Und öffnet die Tür zu seinem Büro. Begeisterung pur. Und das um acht Uhr morgens.
Unser zweiter Direktor kommt, lacht und lobt uns für die tolle Idee, aus dem Vorraum des Büros, einen Privatstrand zu machen. Mit Sand auf dem Boden, Liegestühlen und Plastikpalmen. Es gibt sogar Eimer und Schaufel zum Spielen. Er animiert Herr Zijlstra sich auf den Liegestuhl zu setzen, er selber nimmt den zweiten und der Verwaltungschef spielt im Sand. Wir lachen und die gute Stimmung ist plötzlich wieder da. Endlich.
 
Die Schüler haben Einlass, wundern sich erstmal, warum wir alle herumstehen und grinsen dann. „Wir wissen wann ihr anfangt!“ Wir nicken nur und lächeln. Nina und ich fangen dann an, in der Schule Gerüchte zu verbreiten. Das klappt auch ganz gut, wie immer, wenn in der Schule etwas auf keinen Fall erzählt werden soll. Eine halbe Stunde später, weiß die ganze Schule, dass der Abistreich ausfällt, weil die Organisation gescheitert ist.
 
Um zwanzig nach elf ertönt Lucas Stimme durch die Lautsprecher. Wir anderen rennen durch die Schule und die Beachboys erklingen in den Gängen. Alle sollen raus auf den Schulhof kommen, wo die Band erstmal drei Songs spielt, die Lehrer tanzen mit uns und alle haben gute Laune. Bei den Partyspielen (Ü-Eier Wettessen mit Aufbauen der Figuren, Limbo, Karaoke und saure Gurken und Marshmallows Wettessen), machen alle Lehrer mit, und auch die Schüler feuern fleißig an. Die Stimmung ist richtig gut, das Wetter auch und als wir unseren Walk-of-Fame ankündigen, sind alle erstaunt. 45 Sterne ziehen sich am hinteren Ende des Schulhofs entlang, jeder mit dem Namen eines Schülers der diesjährigen Abitursklasse. Ein großer Stern am Ende trägt unser Motto. „No BACardi – No Party!“
 
Die Party geht weiter mit „ESF next Topmodel“. Bruce und Barbara (Daniel und Madeleine) sind auch da und die zehn Lehrer beginnen sich vorzustellen. Warum sie unbedingt ESFs’ next Topmodel sein wollen. Dann fliegen erstmal fünf raus, fünf bekommen ein „Foto“. Dass es sich dabei um einfach Werbeflyer handelt, erkennt aus der Ferne niemand. Die Jury bittet alle sich umzustylen, hinter der Bühne schminken Tine und andere die fünf übrig gebliebenen. Perücken, Brillen und Playboy-Hasenohren zieren dann unsere fünf Lieblingslehrer. Sie müssen erst über den Laufsteg gehen, posen und dann das Publikum überzeugen. Das Endergebnis ist eindeutig: ESFs’ next Topmodel ist… Mr. Lewis! Unser Geschi-LK Lehrer freut sich über seinen Preis (einen warmen Händedruck von allen) und wir gratulieren auch den anderen zu ihrem Auftritt. Dann werden alle Schüler entlassen, einige essen, andere gehen nach Hause.
Wir feiern noch ein bisschen weiter, draußen wird gegrillt und gegessen. Ich fahre irgendwann nach hause, dusche mich schnell und schiebe dann doch noch eine Runde Schlaf ein.
 
Dann kommt Philipp zum Kochen vorbei, mit zwei Flaschen Wein im Gepäck. Wir kochen uns etwas (Spargel und so), reden über alles mögliche, lachen und trinken den Wein. Um elf Uhr abends fahren wir Richtung Frankfurt (da war ich doch heute schon mal ) und gehen ins Kingka. Eigentlich sollten da auch einige andere aus meiner Stufe sein, allerdings treffe ich nur Tine und Lucas. Alle anderen sind nicht rein gekommen. Das ist natürlich irgendwie schade, aber manchmal muss man es einfach anders machen… wir haben trotzdem jede Menge Spaß, der DJ ist der absolute Hammer und wir tanzen bis vier Uhr morgens.
 

Irgendwann bin ich auch wieder zuhause, nach fast 36 Stunden Schlaflosigkeit.

27.5.07 16:21
 


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